Es gibt wirklich Wege da heraus – Gerhard Huber

Es gibt wirklich Wege da heraus – Gerhard Huber

Letztes Mal habe ich über unser Treffen mit Gerhard Huber berichtet. Nach wie vor stehen wir Miteinander in Kontakt und dieser Mensch, gibt Dominik immer wieder die Kraft weiterzumachen und nicht aufzugeben. Wir, da schließe ich mich gar nicht aus, werden nie richtig verstehen, was in einem Menschen mit diesen enormen psychischen Belastungen vorgeht. Obwohl ich leider auch schon, durch das Erlebte bei der Geburt, in psychologischer Behandlung war, kann ich mich nicht in Dominik hineinversetzen. Mein Problem war irgendwie greifbarer. Es ist etwas schlimmes passiert – das löste etwas in mir aus. Bei Dominik ist es nicht so einfach. Es ist nicht nur ein Problem, dass ihn zusammenbrechen ließ. Es ist wie ein Topf voller Knödel. Langsam aber sicher wird in der Psychotherapie jeder Knödel geöffnet und irgendwie scheint es gerade, als ob seine Knödel-Potpourri immer vielfältiger wird.

Ich denke, dass nur Menschen, die wissen wovon sie reden, weil sie ähnliches erlebten und durchmachen mussten, wissen wie es den Betroffenen selbst geht. Diese Menschen werden dann zu einer Art Kraftquelle, aus der man Mut schöpfen kann. Gerhard Huber ist so eine Kraftquelle von Dominik, denn dieser Mensch hat den Weg aus dem Burnout und der Depression geschafft!

Es war uns ein Anliegen, euch diesen bewundernswerten Menschen vorzustellen. „Es gibt Wege da heraus, es gibt wirklich Wege da heraus.“ Mit diesen Worten macht Gerhard Huber Dominik Mut weiterzukämpfen und auch ich brauche ab und zu ein paar Worte des Mutes um an seiner Seite, den oft schwierigen Weg zu gehen – aber dieser Weg, ist der Weg da heraus!

Maria

 

Es gibt wirklich Wege da heraus!

 

Mein Name ist Gerhard Huber und ich bin ein ehem. Betroffener

von Burnout und Depressionen, war . . .

 

…… u.a. auch 5 Monate in Krankenhaus und Klinik und habe auch eine ganz lange Zeit jede Menge an Medikamente  bekommen. Heute bin ich wieder zurück im Leben, da herausgekommen, gesund, von den Medikamenten wieder weg und bin im Zuge meines Burnouts auch aus der Bank ausgestiegen, um mich ganz dem Thema rund um Burnout, Depressionen, Angstzustände und Panikattacken und allem, was nur irgendwie darauf Einfluß nehmen kann, und vorallem auch wie man gesund werden und wie es verhindert werden kann, widmen zu können. Ich habe in diesem Blog nun die große Ehre erhalten, von meinen Erfahrungen berichten zu können. Liebe Maria, lieber Dominik, vielen herzlichen Dank für diese Möglichkeit.

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Von meiner Seite zu Burnout und Depressionen:

 

  • Burnout gibt es tatsächlich! Burnout ist KEINE Modekrankheit und KEINE Modeerscheinung! Auch wenn Burnout im ICD-10 noch nicht als eigenes Krankheitsbild definiert ist, heißt das nicht, dass es weltweit nicht diese Millionen und Abermillionen Menschen gibt, die es förmlich in der Luft zerreißt!
  • Unter Burnout und unter Depressionen in seiner schlimmsten Form zu leiden bedeutet körperlich, geistig, seelisch und emotional tot zu sein. Es bedeutet eine absolute Gratwanderung zwischen Sein und Nichtsein, eine Gratwanderung so oft und immer öfter zwischen Leben und Tod!
  • Burnout ist aber nicht nur für die Betroffenen eine Gratwanderung, sondern auch eine für die Familie, die Frau, die Kinder, weil niemand annehmen darf, wenn jemand in der Familie die Diagnose Burnout und/oder Depressionen erhält, dass der Rest der Familie gleich weitermachen und seine geforderten Leistungen im Alltagsleben, im Berufsleben, in der Schule wie bisher erbringen kann, das geht gar nicht.

 

Die wichtige und gute Botschaft bereits schon hier, auch wenn man es vielleicht noch nicht erkennen und noch nicht glauben kann (auch ich habe diese Phase gehabt):

 

Freilich, es gibt diese Phasen der Perspektivenlosigkeit, in denen vielleicht auch alles über einem zusammenbrechen mag, in denen man auch glaubt, dass alles keinen Sinn mehr hat und dass man am liebsten aufgeben möchte, aber es gibt Wege da heraus, es gibt wirklich Wege da heraus.

Es gibt Wege zurück zu Gesundheit, zurück ins Leben, es gibt Wege, dass es einem wieder besser geht, unabhängig davon, wie schlimm und arg die Krankheit, die Situation, zur Zeit auch immer sein mag, es geht, es geht wirklich. Klar, es braucht seine Zeit, gar keine Frage, es geht auch nicht von heute auf morgen, es war bei mir so und ist auch bei jedem anderen so, aber es ist machbar und es ist schaffbar, für alle. Jeder, absolut jeder, der nicht aufgegeben hat, der versucht hat, dranzubleiben, ist dafür noch immer reich belohnt worden.

Aus diesen Gründen möchte ich daher auch jeden einzelnen nochmals von ganzem Herzen bitten, nicht aufzugeben, versuchen im Rahmen „des zur Zeit möglichen“ dranzubleiben – und wenn einmal oder öfters wie gesagt auch nichts möglich sein sollte, egal – es zahlt sich aus, es zahlt sich wirklich aus.

In diesem Sinne schicke ich euch viel Kraft und Energie. Alles Liebe und alles Gute.

 

Gerhard

 

Gerhard Huber – ein interessantes Gespräch
Posted on: 2017-02-10Maria Peltier

2 Gedanken zu „Es gibt wirklich Wege da heraus – Gerhard Huber

  1. Hallo nach ca. 5 Jahren kann ich behaupten, dass ich meine Krankheit überstanden habe. Es dauert wirklich seine Zeit und es ist es wert um „das Leben“ zu kämpfen. Ich wünsche euch alles Gute und viel Kraft.

    1. Liebe Brigitte, meine allerherzlichste Gratulation, dass du es geschafft hast. Es ist so wichtig dies öffentlich zu machen, dass es da Wege heraus gibt und je mehr Menschen dies tun, desto größer die Hoffnung und die Zuversicht für die Betroffenen und deren Angehörige. Mit ganz lieben Grüßen. Gerhard

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