Rose Revolution Day 2016

Rose Revolution Day 2016

Seit ich von diesem Tag gelesen habe, wollte ich bei diesem Tag mitmachen um ein Zeichen zu setzen, dass es nicht OK ist, was bei Geburten mit Frauen gemacht wird.

Rose Revolution Österreich

Dass dieser Tag aber nicht nur eine Bedeutung für mich haben würde, sondern auch ganz speziell für Dominik, dachte ich damals noch nicht. 4 ½ Jahre ist es nun her. Mein Geburtstrauma wurde zur Posttraumatischen Belastungsstörung, die dank EMDR-Therapie (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) soweit gelöst wurde, dass mein Leben wieder „normal“ sein könnte.

Normal? 

Als es mir besser ging, veränderte sich Dominik. Anfangs konnte ich das nicht zuordnen, nicht verstehen. Ich erkannte ihn nicht wieder – ein halbes Jahr später – der Zusammenbruch – die Diagnose: Burn Out und Traumatisierung.
Jetzt, wo er nicht mehr für mich stark sein musste, realisierte er erst was damals passierte. Sein Geburtstrauma, das ganze gepaart mit permanenten Leistungsdruck in der Arbeit und einer 24 Stunden, 7 Tage die Woche, Rufbereitschaft, das zum Burn Out führte.
Also legten wir am Freitag, den 25. November 2016, drei Rosen nieder. Eine Rose für mich, mit einem langen Brief, eine Rose für Dominik mit einem Brief voller offenen Fragen und eine ganz besondere Rose für Richard, unseren Sohn. Dieser hätte sich einen schöneren Start ins Leben verdient!
Schon die Briefe zu schreiben, war sehr emotional und der Weg ins Krankenhaus war schwerer als gedacht. Vor allem das Ablegen der Rose vorm OP Bereich löste in mir viele Erinnerungen aus. Dominik hatte vor allem beim Ablegen der Rose für Richard vor der Neugeborenen Intensivstation mit vielen Erinnerungen zu kämpfen. Es war hart, aber auch irgendwie befreiend.

Wenn ihr genaueres erfahren wollt, könnt ihr euch gerne die Zeit nehmen, um die Briefe zu lesen.

 Brief Richard     |       Brief Maria     |       Brief Dominik

Maria

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Posted on: 2016-11-26Eva Kalchgruber

12 Gedanken zu „Rose Revolution Day 2016

  1. Schon viele dramatische Geburtsberichte habe ich gelesen. Dieser ist der erste der schlimmer ist als mein eigener. Auch ich war bei dem Kaiserschnitt nicht richtig betäubt. Ein Alptraum. Mein Sohn war zum Glück körperlich gesund, hatte aber lange Zeit große Schwierigkeiten sich an unsere Welt zu gewöhnen. Ich wünsche dir und deiner Familie von Herzen alles Gute!
    Katharina

    1. Katharina, ich lese das alles hier zum ersten Mal, bin durch Zufall drauf gestoßen. Dein Post hat mich gerade geschockt – es ist, als würde ich das geschrieben haben…
      Ich hatte auch eine Sektio mit nicht funktionierender Betäubung. Und auch mein Sohn hatte jahrelange Anpassungsschwierigkeiten… krass.
      Man denkt immer, man ist alleine damit..
      Lg, Katrin

  2. Liebe Maria, lieber Richard, lieber Dominik, es ist so unfassbar schrecklich was euch passiert ist. Soetwas darf niemals niemals passieren. Habt ihr über rechtliche Konsequenzen nach gedacht? Auch wenn ein Prozess aufwühlend ist und auch nichts wieder gut machen wird, sollten dennoch die beteiligten Personen spüren, das es mehr als falsch ist, was dort gelaufen ist.
    Danke das ihr eure Berichte mit uns geteilt habt.
    Viele liebe Grüße,
    Astrid

  3. Berührende und auch traurig ist eure Geschichte… Ich weiß gar nicht was ich dazu sagen soll 🙁 Sehr offen und mutig seid ihr! Weiter so! Habt ihr schon ein Heilgespräch/Heilbad lt. Brigitte Renate Meissner gemacht? vielleicht ein weiterer kleiner Stein der euch ein wenig helfen kann.. alles Liebe ❤️

      1. Hallo 🙂 hab das Buch „Emotionale Narben aus der Schwangerschaft und Geburt auflösen“ gekauft und konnte es gleich bei meiner Tochter und mir anwenden… Hatte zwar keine so traumatischen Erlebnisse wie ihr aber es half mir. Habe diese Erfahrung auch von einer bekannten Hebamme gehört, da hat die Kollegin das Bad/Gespräch angewendet. Ich möchte das Gespräch auch mit meiner Mutter führen, denn es ist nie zu spät alte Geschehnisse aufzuarbeiten – finde ich. Alles Liebe und Gute Romana 🙂

  4. Wieder einmal sitze ich da und ringe um Fassung.
    Ich finde es unendlich mutig, was ihr da macht. Ich wünsche euch ein erfolgreiches Projekt – vor allem eine schnelles Herauskommen aus dieser äußerst schwierigen Situation.
    Alles Gute!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  5. Liebe Maria, lieber Dominik!

    Die Briefe beeindrucken und berühren mich. Ich finde es so mutig von euch, diese unsagbaren Dinge in Worte zu fassen. Ich wünsche euch von Herzen, dass vieles von dem heilen kann, was ihr erlebt habt. Vielleicht ist euer „project blowball“ ein Baustein dafür, dass das möglich wird.

    Michael

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