Vom Wahnsinn zum Projekt

Vom Wahnsinn zum Projekt

Wer uns kennt, weiß, dass wir schon immer bestrebt waren, in unserem Leben für Probleme Lösungen zu suchen. Einfach zurücklehnen und darauf warten, dass alles gut wird, war uns schon immer zu wenig. Also musste ein Plan her, der uns so schnell wie möglich wieder zurück ins normale Leben finden lässt. Einfach nur Tabletten nehmen, den Körper vortäuschen, dass alles gut ist, und weitermachen wie wenn nichts gewesen wäre, kann doch nicht die Lösung des Problems sein.

Also entwickelte Dominik eine Idee, die er mit Fr. Dr. M. (Psychotherapeutin) besprach und ausfeilte. Dass er in der jetzigen Verfassung kein Projekt alleine stemmen konnte, war ihm klar. Also musste Hilfe her. So kamen Mario (der beste Freund), Philipp (sein Bruder), Eva (Schwägerin in spe), und ich (Frau) ins Spiel. Nachdem es uns alle ein Anliegen ist, dass Dominik so schnell wie möglich wieder „normal“ wird, haben wir nicht gezögert, ihm zu helfen. Ganz wichtig war uns aber vor allem der Therapeutische Hintergrund, der dank der Psychotherapeutin, die das Projekt begleitet, gegeben ist.

Jetzt der Plan: Dominik soll durch die Verwirklichung eines scheinbar unmöglichen Projektes, wieder Selbstorganisation lernen. Auch langsam wieder in Tagesrhythmen finden, die später das Arbeiten wieder ermöglichen können und vor allem muss er sich durch das Projekt, seinem derzeitig größten „Feind“ stellen: Menschen und soziale Kontakte.

Dafür musste ein Herzensprojekt gefunden werden: ein Wohnmobil. Aber einfach ein Wohnmobil zu kaufen wäre kein Projekt und viel zu einfach! Daher wird ein amerikanischer Schulbus angekauft und per Schiff nach Europa gebracht. Dann nach Österreich gebracht, dort völlig „ausgeschlachtet“ und selbst zum Wohnmobil umgebaut. Finanziert wird das ganze durch Spenden, wofür gerade ein Verein angemeldet wird. Der ganze Umbau, gepaart mit Psycho- und EMDR-Therapie.

Noch immer zu einfach? Wenn ihr jetzt diesen Eindruck habt, bitte ich euch den Blogbeitrag von Dominik durchzulesen, wo er beschreibt, wie es zu dem psychischen Zusammenbruch kam und wie es ihm jetzt geht. Sein Alltag ist geprägt von Triggern, die gerade bei der Arbeit mit den Computer (bedingt durch seine Arbeit) ausgelöst werden. Schon eine Kontaktaufnahme per Email, zum Beispiel mit dem amerikanischen Bushändler, ist eine große Herausforderung für ihn und kostet ihm viel Überwindung. Durch das Projekt muss er sich aber seinen Triggern stellen und einen Weg finden, gegen diese anzukämpfen. Natürlich auch wieder unter Beobachtung der Therapeutin.

Warum jetzt aber ein BLOG dazu? Wir möchten mit dieser Seite Tabuthemen brechen, Antworten finden und euch dabei teilhaben lassen, wie man sich mit Selbstwirksamkeit, wieder selbst aus den „tiefen Loch“ ziehen kann. Natürlich ist ein Schulbus-Wohnmobil, mit 12m Länge und 13 Tonnen Leergewicht, ein Gefährt, dass man nicht an jeder Ecke findet – wir denken, auch dieses wird für euch spannend, die Entstehung mitzuversorgen.

Wenn ihr jetzt dieses Projekt so krank findet, dass es schon wieder genial wird, dann helft uns. Teilt diese Seite und verfolgt unser Projekt. Für alle „lese faulen“ arbeiten wir auch schon am ersten VLOG.

Project blowball kann losgehen!

Maria

Posted on: 2016-11-27Maria Peltier

9 Gedanken zu „Vom Wahnsinn zum Projekt

  1. Liebe Maria,lieber Dom
    Ich freu mich,wenn ihr meine Hilfe brauchen könnt
    Halte mich an Regina,die ist involviert
    Ihr seid jedenfalls nicht allein,auch bei uns hat die Familie zusammengehalten
    T.ingrid

  2. Ich stecke in einer ähnlichen Situation der permanenten Angst. Alles überfordert mich, mein leben kotzt mich an. Wo finde ich Hilfe die mich ernst nimmt? Wo passende medikamentöse Unterstützung? Wer hilft mir wirklich wenn der größte Feind ich selbst bin? Wenn ich mir selbst nicht mehr traue?

    1. Lieber Marco, es ist nicht einfach, die richtige Therapie zu finden. Du darfst aber nicht aufgeben und vor allem versuchen dich immer wieder selbst aufzurichten.
      „Wenn es ein Gänseblümchen durch den Asphalt schafft, dann hast du auch die Kraft, immer einen Weg zu finden!“ (Unbekannter Verfasser)

    2. Hallo Marco, ich habe selbst solche Zeiten durchlebt und keine Hilfe bekommen, die für mich Heilung bewirkt hätte.
      Ganz grob: es kann ein Ungleichgewicht und auch eine _Unterversorgung Deines Körpers aufgrund einer angelegten Stoffwechselbesonderheit sein, die Dich zuviele Vitamine, Mineralstoffe und Micronährstoffe gekostet hat.
      Vor allem kann ich aus eigener Erfahrung sagen, daß ein Vit B12 Mangel mit B6 und Folsäuremangel und Mangel an SAM
      fast bei allen Menschen Ängste hervorruft. Das ist natürlich nicht alles. Eventuell hilft Dir das Buch Mitochondrientherapie von Dr. Bodo Kuklinski erstmal weiter.

  3. Ich bin schon sehr neugierig auf euer Wohnmobil und ich helfe wo ich kann

    Meine Aufmerksamkeit habt ihr und alles alles gute

  4. Ich bin schon sehr gespannt auf das neue Wohnmobil 🙂 Meine Aufmerksamkeit habt ihr. Alles Gute!!!

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